Grün ist nicht immer, wo grün draufklebt …
Umweltzonen wirkungslos
Forderungen nach Umweltzonen hören sich vordergründig für den Normalbürger plausibel an, sind jedoch bei genauerer Betrachtung für die Feinstaubbekämpfung nicht geeignet.
Auch das Verwaltungsgericht Hannover hält in seiner Begründung die Fahrverbote für ungeeignet zur Feinstaubreduzierung und damit für unverhältnismäßig ! Zitat: “Hinzu kommt, dass nur 6 bis 8 % der PM10 - Emissionen aus den Auspuffabgasen der Kraftfahrzeuge entstammen, was bereits deutlich macht, dass auf Umweltzonen begrenzte Fahrverbote nur einen sehr begrenzten Verminderungseffekt haben können.” Anscheinend haben die Umweltzonenverfechter vor lauter Feierei des “wegweisenden” Urteils vergessen sich die Begründung durchzulesen, denn danach dürfte selbst die vollständige Umstellung auf Elektromobität das Feinstaubproblem kaum lösen ! Die vermehrte Feinstaubbelastung zu Beginn des Jahres in Berlin trotz strengster Umweltzone Europas spricht doch Bände: lokale Maßnahmen wie Fahrverbote können nichts gegen Feinstaub ausrichten.
Auch Umweltorganisationen wie die “Umwelthilfe” haben dies wohl mittlerweile erkannt. So wollte RA Klinger eine Verschärfung der Umweltzone München einklagen und hat kürzlich jedoch die Klage wohl auch wegen Aussichtslosigkeit vorerst zurückgezogen. Die Rechtslage ist eindeutig, insofern braucht sich keine Stadt mehr durch übereifrige Rechtsanwälte einschüchtern lassen!
Volksverdummung ?
Politiker und Umweltverbände fordern immer wieder die Anschaffung von modernen KFZ zur Verbesserung der Luftqualität in den Städten. Nach aktuellen Untersuchungen u.a. des Max-Planck Instituts hat dies jedoch den gegenteiligen Effekt. Denn die modernen Diesel-KFZ der Euro4-Norm stoßen zwar weniger Feinstaub aus, jedoch produzieren die modernen Motoren wesentlich kleinere und agressivere Partikel. Die gewöhnlichen Partikelfilter sind nicht in der Lage die kleinsten Partikel abzuscheiden, im Gegenteil: sie produzieren zudem durch die Nachverbrennung noch zusätzliche Nanoteilchen, sodaß die Abgase der modernen Diesel-KFZ auch von Umweltmedizinern erheblich problematischer gesehen werden, als die Abgase älterer Diesel-KFZ!
Die modernen Motoren stoßen zwar weniger Stickoxide (NOx) aus, jedoch führt die Verwendung von Partikelfiltern bei Nutzfahrzeugen in der Regel zu einem erheblichen Anstieg des gesundheitsschädlichen Stickstoffdioxid (NO2). Das gleiche gilt für die massenweise serienmäßig verbauten Partikelfilter bei Euro4-PKW. Politiker, Wissenschaftler und Umweltverbände haben sich mit der Schaffung von Euro-Normen, Plakettenverordnungen, Umweltprämien und der Anpreisung von Partikelfiltern als Allheilmittel weit aus dem Fenster gelehnt, sodaß es ihnen nun schwer fällt, Fehler einzuräumen. Auch die Nutznießer dieser Politik wie Autoindustrie, Filterhersteller und TÜV haben sicherlich kein Interesse an der Aufklärung dieses Irrtums. Schließlich sorgt die Politik mit den Umweltzonen dafür, daß auch die kleinen und finanzschwachen Betriebe nicht länger die Frechheit besitzen dürfen, ihre Nutzfahrzeuge länger zu nutzen. Bleibt nur die Hoffnung, daß der neue Bundesumweltminister den Mut besitzt, die Problematik unvoreingenommen und effektiv anzugehen !
Die Umweltzone ist unwirksam bzw. kontraproduktiv, denn …
- Hannover hat kein Feinstaubproblem. Vor Gericht wurde eingeräumt und festgestellt, daß seit Jahren die EU-Feinstaubrichtlinie eingehalten wird, und die Umweltzone nur marginal (unter 1%) in der Lage sei, die Feinstaubbelastung zu senken. Schadstoffe wie Ruß und Stickoxide (NOx) sind nicht relevant, es gibt keine offiziellen Grenzwerte. Außerdem erzeugen moderne Motoren wesentlich kleinere und agressivere Partikel (s.o.)!
- Die Nachrüstung von Nutzfahrzeugen über 3,5 to.mit Partikelfiltern kann nicht zur Reduzierung von Stickstoffdioxid (NO2) führen. Dies wurde ebenfalls vor Gericht eingeräumt und festgestellt . Partikelfilter wirken bei diesen Fahrzeugen in der Regel NO2-erhöhend, bestenfalls jedoch NO2-neutral !
- Je moderner der Diesel PKW, desto höher sind die NO2-Auspuffemissionen. Ein Euro4 PKW mit serienmäßig eingebautem Partikelfilter stößt über 80% mehr NO2 aus, als ein älterer PKW ! Moderne Nachrüstfilter sind zwar in der Lage bei Euro 3 -PKW die NO2-Emissionen um bis zu 30% zu senken, jedoch weisen die nachgerüststen PKW immer noch höhere NO2-Direktemissionen im Vergleich zu Euro2 auf.
- Die Umweltzone verzögert die notwendige und erwünschte Durchdringung mit den wesentlich schadstoffeffizienteren Euro5 und Euro6 Fahrzeugen erheblich. Denn durch die starre Plakettenregelung werden die KFZ-Halter zum Kauf der NO2-belasteten Euro4 PKW gezwungen, die dann in absehbarer Zeit nicht erneut ersetzt werden können.
Weitere Beiträge, Studien und Dokumentationen :
Aktuelle Dokumentation zur bundesweiten Weiterverbreitung, um vollendete Tatsachen anderswo vielleicht doch noch zu verhindern:
Argumentation gegenüber SPD-NDS wg. Ministererlaß:
http://www.spdnds.de/aktuell/nachrichten/2010/115514.php
Max-Planck-Studie (2008):
Schriftwechsel mit Umweltminsterium BW und dem “Umwelthilfe”-Vorsitzenden Resch
armes-berlin-tauschungsmanover-umweltzone.pdf
Schreiben an Herrn Flasbarth (UBA)
schriftwechsel mit BUND und Umweltbundesamt
Schreiben an Ratsfraktionen (16.11.09)
Umweltzone Amsterdam abgeschafft !
Grün ist nicht immer. wo grün draufklebt !
Das Verwaltungsgerichtsurteil ist zweifelhaft
Schreiben an Politiker und Medien
Partikelfilter sind kein Allheilmittel ! Sind sie sogar gesundheitsschädlich ?
Daß Partikelfilter in der Lage sind Feinstaub zu verringern ist unbestritten. Aber ob damit dem Gesundheitsschutz Genüge getan wird, ist zweifelhaft ! Gewöhnliche Partikelfilter sind nicht in der Lage die kleinsten und besonders gefährlichen Partikel , die gerade von den modernen Euro4-Diesel KFZ produziert werden, abzuscheiden. Außerdem produzieren die Filter durch die Nachverbrennung noch zusätzlich kleinste schädliche Partikel. Genauere Informationen sind im Umweltbrief-spezial insbesondere in den ersten beiden und dem letzten Kapiteln zu finden.
http://www.umweltbrief.de/neu/html/Umweltbrief_spezial_Feinstaub.html
Lösung des NO2-Problems nur ohne Umweltzone !
Der EU-Grenzwert für NO2 kann in vielen Städten mit den bisherigen Mitteln weder 2010 noch 2015 eingehalten werden. Dies stellte Dr. Lahl (BMU) in seinem Vortrag vom März 2009 fest. Er sieht nur noch in einer vorgezogenen Einführung der Euro6-Norm eine Chance der früheren Einhaltung, jedoch auch nur bei einer schnellen Durchdringung der Fahrzeugflotten mit solchen Fahrzeugen. Vorraussetzung dafür ist meiner Meinung jedoch die sofortige Aussetzung der Fahrverbote, damit die KFZ-Halter nicht jetzt noch dazu genötigt werden, die NO2-belasteten Euro4-KFZ anzuschaffen. Wer jetzt gezwungen wird, sein lange noch nicht abgeschriebenes Fahrzeug mit Wertverlust zu verkaufen, wird kaum Geld und Motivation haben, jetzt und in absehbarere Zeit, ein neues Fahrzeug der Euro5-Norm oder besser anzuschaffen. Die Euro4-NO2-Schleudern werden uns auf diese Weise noch lange erhalten bleiben. Besser die weniger NO2-belasteten Euro2 und Euro3 -Diesel KFZ fahren noch ein paar Jahre länger, damit dann genügend Geld angespart ist, um gleich ein umweltfreundliches Euro6 - Fahrzeug anzuschaffen, evtl auch mit Hilfe staatlicher Anreize.
Schließlich nutzte Dr. Lahl seinen Vortag um dieAbwrackprämie zu rechtfertigen mit dem Hinweis auf die gesunkenen Werte für Stickoxide (NOx) und verschwieg besseren Wissens die stark gestiegenen NO2-Emissionen. Es war ein großer Fehler mit der Abwrackprämie auch die Diesel-PKW zu privelegieren. Denn so war es auch möglich einen 10 Jahre alten relativ umfreundlichen (bezüglich NO2 u. Feinstaub) Benzin-PKW gegen einen erheblich schadstoffreicheren neuen Diesel-PKW auszutauschen !
Download unter: http://www.bmu.de/luftreinhaltung/downloads/doc/43560.php
Mir stinkt es !!
Mein Auto stinkt mir im wahrsten Sinne des Wortes! Ich habe mir vor 2 Jahren einen Ford Transit Bus, Bj. 2007 Euro 4 mit Partikelfilter, gekauft. Damals war ich noch überzeugt etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Seitdem habe ich immer diesen stechenden Chlorgeruch in der Nase, wenn ich aus dem Fahrzeug aussteige. Dieser Geruch ist mir von älteren Diesel-KFZ jedenfalls nicht bekannt. Laut IFEU-Studie (2007) hat ein Euro4 PKW über 80% mehr NO2-Direktemissionen als ein älterer PKW, was man gerade bei großmotorigen Fahrzeugen auch gut riechen kann. Dies ist auch ein Grund, warum es in den Städten immer weniger Feinstaub, aber dafür immer mehr Stickstoffdioxid gibt. Die Umweltzone privelegiert jedoch gerade diese Euro4-No2-Schleudern. Unfassbar …..!!!
Wem stinkt es sonst noch ?